Fotos ohne Auftrag: Kunst statt Job

Veröffentlicht in Freie Arbeiten am 4. März 2008 von orangegrey

Amberg, März 2008:
Ohne wechselseitigen thematischen Bezug (und nicht zwingend in chronologischer Abfolge): Einige erste Beispiele für freie Arbeiten, die über die Jahre entstanden sind. Ergänzungen folgen.

Zum Vergrößern bitte die Vorschaufotos anklicken.


nicht lila
nicht lila, 2000


WaterWorks 1 WaterWorks 2 WaterWorks 3 WaterWorks 4 WaterWorks 5
WaterWorks 1–5, 2008


WaterWorks Q1 WaterWorks Q2
WaterWorks Q1 / Q2, 2008

Aus einer Auftragsarbeit entstand diese Reihe von – bislang – fünf hochformatigen sowie zwei quadratischen Composings. Die zugrunde liegenden Aufnahmen sind allesamt „echte“ Fotografien (also keine Renderings). Die symmetrische Darstellung freilich ergibt sich aus mehrfachen Spiegelungen und Einmontagen des jeweiligen Ausgangsfotos.

Synthese von Architektur und Fotografie

Veröffentlicht in Arbeitsbeispiele mit Tags , , , , , , , , , , , , , am 29. Februar 2008 von orangegrey

Amberg, November 2007:
Im Umfeld moderner Innenarchitektur vermögen großformatige Fotoarbeiten eine ganz einzigartige Wirkung zu entfalten. Einen aktuellen Beleg hierfür liefert die 2007 völlig neu gestaltete Geschäftsstelle der Volks-Raiffeisenbank Amberg in der Bahnhofstraße. Bis zu wandgroß sind die von zweckdesign erstellten Fotos, die hier als dekorative Elemente dienen und in ihrer plakativen Farbigkeit das sachliche Ambiente wirkungsvoll ergänzen.

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Die Voraussetzungen dafür hatte bereits Innenarchitekt Michael Wiendl geschaffen, indem er schon in der Konzeptionsphase großzügige Bildflächen als integralen Bestandteil seiner Innenraumgestaltung vorsah. Ideale Ausgangsbedingungen also für zweckdesign, alle dafür benötigten Fotoaufnahmen hinsichtlich Motivwahl und Farbklima präzise auf ihren jeweiligen Verwendungsort abzustimmen.

Neben den hinter Glas zu verklebenden Großflächenfotos – am augenfälligsten die durchleuchtete, sechs Meter breite „Grüne Wand“ im Servicebereich – gehörten zum Auftragsumfang auch Sichtschutz- Beklebungen für die gläsernen Trennwände sowie zwei stark querformatige Bildmotive von 680 respektive 795 cm Breite bei nur 40 cm Höhe. Für dieses extreme Seitenverhältnis bot sich eine Nutzung durch Panoramafotos fast von alleine an, und bald war klar, was deren Inhalt sein sollte: Je eine Stadtansicht und ein Landschaftspanorama, idealer Weise mit einem vollen 360°-Bildwinkel.

Das von zweckdesign entwickelte Bildkonzept für die Wände und gläsernen Trennflächen auf drei Etagen des Bankgebäudes verknüpft mehrere Grundüberlegungen:

  • Teilweise abstrahierte, in ihren Ausgangsmotiven jedoch wiedererkennbare Detailaufnahmen von Bäumen und Gräsern sollten Assoziationen zum Thema »Natur« wecken
  • plakative Farben sollten die Formsprache und Materialien bzw. Oberflächen (etwa Edelstahl und Nussbaumholz) des Mobiliars kommentieren
  • verwendete Fotomotive – insbesondere bei nur farblich verfremdeten Landschafts- und Stadtansichten – sollten regionalen Bezug haben, analog zum Selbstverständnis der auftraggebenden Genossenschaftsbank

Die Anzahl der insgesamt benötigten Einzelfotos war erheblich – und riesig mitunter die Datenmengen, die zur Bearbeitung angesichts der großformatigen Fotos anfielen: Über ein Terabyte umfassten alleine die Arbeitsdateien der beiden 360°-Panoramen.

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Konferenz- und Schulungsraum mit Landschaftspanorama


War die Erstellung des Landschaftspanoramas – abgesehen vom spektakulären Format – noch beinahe Formsache, brachte das Panoramafoto der Stadt Amberg durchaus größere Anforderungen mit sich: Als idealer Aufnahmestandpunkt erwies sich nämlich der Schornstein des Klinikums St. Marien, mehr als 35 Meter über Grund. Dank Genehmigung durch die Klinikumsleitung konnte zweckdesign jedoch auch diese Bildserie aufnehmen und am Rechner zum kompletten »Rundum«-Bild montieren. Wer genau hinsieht, erkennt die frisch renovierte Volks-Raiffeisenbank genau in der Bildmitte.

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Stadt, Land, Berg: Fast acht Meter breit ist das 360°-Stadtpanorama


Die Motivbeklebungen sämtlicher Glastrennwände sind mehr als reiner Sichtschutz: Hier setzt sich die Bildsprache fort, die anderenorts eingeführt wurde. Das Thema „Gras“ mitsamt seiner wohltuenden Farbigkeit wird in einer auf Mattfolie gedruckten Bildleiste zitiert, die in Kopfhöhe verläuft. Ein Betrachter, der den Flur entlang geht, passiert somit einen grünen Grashorizont.

Zur Realisierung dieses „Endlos“-Eindrucks erstellte zweckdesign eine Bildserie entlang einer Graskante. Per Digitalretusche nahtlos verknüpft, entstand so ein 4,5 m breites Gesamtmotiv ohne erkennbare Nahtstellen.

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Gras „ohne Ende“: Sichtschutzbeklebung mit fortlaufendem Grasmotiv


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Bäume als Vorhang- und Folienmotive, gedruckt auf beschichtetes Maulbeerbaumpapier beziehungsweise auf Mattfolie


Alle beschriebenen Fotoarbeiten lassen sich während der Geschäftszeiten in den Räumen der Volks-Raiffeisenbank Amberg eG in der Bahnhofstraße 19 besichtigen. Nur außerhalb dieser Zeiten richtig zur Geltung kommt das insgesamt 16 Meter breite „Bäume“-Motiv, das bei eingezogenem Nachtabschluss die frei zugänglichen Automatenzone vom Servicebereich trennt.


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